Geht es um Recherchearbeiten von Detektiven, war es lange nicht möglich, auch im Internet zu suchen, weil es kein zugängliches sowie weit verbreitetes Internet gab. Die Zeiten haben sich natürlich gewandelt und heute gehören Internet-Recherchen zum täglichen Brot für Detekteien.
Mittlerweile kann man zu den unterschiedlichsten Aufträgen alles mögliche online herausbekommen. Ob es sich dabei beispielsweise um die Vergangenheit von Bewerbern handelt, Firmen-Zusammenhänge, Ermittlungen in Urheberrechtsfragen oder auch um die Personensuche.
Detektive können das Internet mit zahlreichen Programmen zielgerichtet durchsuchen. Dabei machen sie sich die Möglichkeiten zunutze, welche das World Wide Web ihnen bietet. So können einige Online-Tools bei den Recherchen eingesetzt werden, die die Arbeit vereinfachen sowie beschleunigen. Besonders hilfreich sind amerikanische Programme im Zusammenhang mit der sogenannten OSINT- (Open Source Intelligence: das Gewinnen von Nachrichten, Informationen aus freien Quellen) Recherche.
Zur Personensuche
Oft kommt es vor, dass Kunden eine Detektei, wie beispielsweise die Detektei aus Hamburg Bergedorf mit der Aufgabe beauftragen wollen, Personen im Internet zu finden und gegebenenfalls auch gleichzeitig zu überprüfen.
Was sind mögliche Gründe für eine Personensuche?
Typische Beispiele sind:
- Es werden mögliche Erben im Zusammenhang mit einer Nachlassverwaltung gesucht.
- Es werden vermisste Familienangehörige (z.B. auch von einem Elternteil entführte Kinder) gesucht.
- Es werden Menschen aus unterschiedlichen Gründen gesucht, die im Ausland vermutet werden.
- Es werden Schuldner gesucht, von denen Klienten noch Geld bekommen.
- Es werden ehemalige Freunde, Schulkameraden oder Studienkollegen gesucht, zu denen der Kontakt abgebrochen ist.
Grundsätzlich sollen mithilfe von unauffälligen Ermittlungen/Recherchen der Aufenthaltsort sowie die aktuelle Adresse der gesuchten Person/en festgestellt werden.
Für eine Adressensuche werden in der Regel zunächst die Daten benötigt, welche noch bekannt sind. Das sind beispielsweise:
- der Vorname
- der Nachname
- das Geburtsdatum
- der letzte bekannte Wohnort
- Telefonnummern
- der Arbeitgeber
- sowie weitere bekannte Details zu der gesuchten Person
Umso mehr Angaben zur Verfügung stehen, desto größer können die Erfolgschancen sein. Detekteien haben gute Möglichkeiten, gezielt zu recherchieren. Dafür nutzen sie beispielsweise Datenbanken, Melderegister, Presseverzeichnisse oder Auskunftsstellen.
Wie schon weiter oben erwähnt, ist die Personensuche und Recherche im Internet mit offenen Quellen (OSINT) ein wichtiger Bestandteil der modernen Detektivarbeit. Es wird in öffentlich zugänglichen Datenbanken, Registern und Online-Quellen gesucht. Dazu werden beispielsweise Social-Media-Profile, Foren, Unternehmenswebseiten und Presseberichte ausgewertet. Natürlich findet auch ein Abgleich von Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen statt. Alles unter der Berücksichtigung rechtlicher Grenzen und des Datenschutzes.
Digitalen Spuren nachgehen
Menschen hinterlassen heutzutage im Internet zahlreiche digitale Spuren. Diese können erkannt sowie ausgewertet werden. Werden dann verschiedene Informationsquellen miteinander verknüpft, können sich daraus neue Erkenntnisse ergeben. Es können ebenso zeitliche Entwicklungen und Zusammenhänge analysiert werden. Und natürlich muss eine Plausibilitätsprüfung und Quellenbewertung stattfinden. Außerdem wird eine Dokumentation der Rechercheergebnisse für eine bessere Nachvollziehbarkeit nötig.
Die Datenauswertung
Eine Datenauswertung ist wichtig. Meist müssen große Informationsmengen systematisch strukturiert werden. Es werden relevante Daten von irrelevanten Informationen getrennt und Muster, Verbindungen und Auffälligkeiten erkannt. Eine effiziente Dokumentation als auch Auswertung von Rechercheergebnissen ist für eine professionelle und moderne Detektivarbeit von größter Bedeutung. Dabei kann Excel als praktisches Hilfsmittel genutzt werden. Der richtige Umgang mit Excel ist natürlich Voraussetzung. Dann ist eine strukturierte Erfassung von Personen-, Kontakt- und Ereignisdaten, das Sortieren und Filtern großer Datenmengen, der Einsatz von Tabellen, Formeln und Formatierung zur Analyse und auch beispielsweise das Erstellen von Übersichten möglich. Ebenfalls können Dubletten erkannt sowie Datensätze verglichen werden.
Ein erfolgreiche Internetrecherche bedeutet nicht nur das Finden von Informationen, sondern vor allem auch eine genaue Auswertung. Ähnlich wie z.B. auch bei Google Ads Userdaten ausgewertet werden, finden entsprechende Analysen auch in anderen Bereichen statt.
Der Datenschutz sowie rechtliche Aspekte in Bezug auf die Personensuche
Die Suche nach Personen kann ein sehr sensibles Thema sein, bei dem rechtliche als auch datenschutzrechtliche Aspekte mit berücksichtigt werden müssen. Es ist von großer Bedeutung sicherzustellen, dass alle Aktivitäten im Einklang mit geltendem Recht stattfinden. Detekteien müssen also die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen sowie einhalten.
Wissenswertes zu den gesetzlichen Anforderungen und zur notwendigen Einwilligung
Ein Verarbeiten personenbezogener Daten in Bezug auf die Personensuche unterliegt strengen Vorgaben. Gemäß der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) dürfen personenbezogene Daten nur dann verarbeitet werden, wenn es dafür eine gesetzliche Grundlage gibt. In vielen Fällen gehört dazu auch von der betroffenen Person die Einwilligung.
Soll zum Beispiel eine gesuchte Person in öffentlichen Registern gefunden werden oder geht es darum, Kontakt zu Dritten aufzunehmen, ist ein vorheriges Einwilligen unbedingt nötig.
Aber es gibt auch gesetzliche Ausnahmen, die es ermöglichen, Daten ohne ein Einwilligen zu verarbeiten. Das geht, wenn ein berechtigtes Interesse gegeben ist, wie zum Beispiel bei der Suche nach Schuldnern oder einem leiblichen Vater. Es müssen nur solche Interessen sehr sorgsam mit den Rechten und Freiheiten der gesuchten Person abgewogen werden.
